Foto: Standortagentur Tirol

Mit viel Einsatz dabei

Hannes Wohlfarter hat die HTL Jenbach für Maschinen- und Anlagenbau in Jenbach besucht und entwickelt heute bei vivax drive. Der Tiroler Spezialbetrieb für ultraleichte E-Bikes hat Hannes nach dessen Abschlussarbeit direkt ins Haus geholt.

Vom Fach und hoch motiviert

Tiroler HTL-Abgänger sind praktische Techniker und damit gefragte Fachkräfte. Wir haben Hannes Wohlfarter bei seiner Arbeit für vivax drive über die Schulter geschaut.

Hannes Wohlfarter sitzt an seinem Arbeitsplatz des Unternehmens vivax drive  in Wörgl. Mit Werkzeugen zeichnet er Linien und Kreise auf das weiße Blatt am Bildschirm. "Ich entwickle eine Kupplung zwischen zwei Wellen. Heute Früh hab ich handschriftlich eine Skizze angefertigt. Jetzt übertrage ich diese auf den Computer", erklärt der 22-Jährige, der mit 15 Jahren an die Höhere Technische Lehranstalt (HTL) für Maschinen- und Anlagenbau in Jenbach wechselte und mit dieser eine von insgesamt 11 Technisch-Gewerblichen Schulen in Tirol absolviert hat. Seit gut dreieinhalb Jahren unterstützt Hannes Wohlfarter das Unternehmen vivax drive bei der Weiterentwicklung eines unsichtbar im Sattelrohr verstauten Elektromotors für Fahrräder.

Der Raum ist hell und übersichtlich eingerichtet. An der Wand hängt eine metallene Vorrichtung, in der Akkus zum Auf- und Entladen liegen. Die Kabel führen zum darunter stehenden Regal, auf dem sich die Ladestation befindet. In einem Kübel unterhalb des Regals liegen Kabelrollen. „Die Kabel brauche ich für die Weiterentwicklung des Teststandes“, so der HTL-Abgänger. Gemeinsam mit dem Unternehmensgründer Karl Schweitzer, der selber die HTL für Elektrotechnik besucht hatte, entwickelte der junge Mann eine Möglichkeit, die Daten des Akkus über Kabel auf den Computer zu transferieren. „Wir haben uns viel Geld gespart. Beim Akkuerzeuger kostet so eine Technologie rund 200 Euro. Wir haben es für 20 Euro hergestellt“, so der Seniorchef. Auch den Teststand, der am Markt einige Tausend Euro gekostet hätte, hat das Unternehmen selbst entwickelt.

Hannes Wohlfarter ist jetzt dafür zuständig, die Akku-Messwerte zu optimieren. Vor gut vier Jahren hatte sich der junge Mann in den Kopf gesetzt, gemeinsam mit zwei Schulkollegen seine Abschlussarbeit in Kooperation mit der Firma vivax drive zu verfassen. „Das Interesse war da und im Anschluss haben sie mir eine Stelle angeboten“, so Wohlfarter, der zwar mit 38,5 Stunden in der Woche angestellt ist, jedoch vor Messen und sonstigen wichtigen Terminen für das Unternehmen gerne Extrastunden leistet.

„Das ist für mich okay, denn ich mache meine Arbeit gerne und es ist mir auch klar, dass das Radgeschäft ein Saisongeschäft ist. Daran orientiere ich mich selbstverständlich.“ Hannes Wohlfarter betätigt wieder die Computermaus und finalisiert seine technische Zeichnung. Im Laufe des Nachmittags wird diese fertiggestellt und deren Umsetzung in Auftrag gegeben, um die optimierten Testreihen weiterführen zu können.
 

vivax drive
Technische und Gewerbliche Lehranstalten in Tirol

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