Foto: Andreas Friedle

Smart o'zapft is

Innovationsassistent Bernhard Gschößer: "Innovationen im Haus koordinieren und weiterentwickeln."

Suche nach smartem Zapfhahn

"Innovation ist die Triebfeder in unserem Haus", sagt Günther Gruber. Innovationsassistent Bernhard Gschößer treibt diese bei Gruber Schanksysteme weiter voran.

Wir wollen ja, dass das, was der Brauer mit viel Mühe ins Fass bringt, der Gast dann auch im Glas hat“, lacht Günther Gruber. Daher werkeln auch 20 Mitarbeiter des Brixlegger Unternehmens in der Sparte „Gruber Schanksysteme“, während rund 60 die Marken Silberquelle und Montes betreuen. „Bei unseren Computerschankanlagen sind wir Entwickler, Hersteller und Vertreiber in einem, machen Software, Steuerung und Hardware selbst“, sagt Gruber nicht ohne Stolz. „Getrieben von eigenen Ideen, aber auch von jenen der Kunden, gibt es im Haus ständig Innovationen“, ergänzt Controller Rainer Schmid, „was bislang aber fehlte“, fährt er fort, „war jemand, der die Ideen und Entwicklungen bündelte.“ Mit Bernhard Gschößer hat man diesen „jemand“ bei Gruber gefunden, seit rund einem Jahr arbeitet er als Innovationsassistent im Gruber’schen Familienunternehmen.

Er habe eine gewisse Einarbeitungszeit gebraucht, sagt der Maschinenbau- HTL-Absolvent, nun wisse er aber langsam, auf was es bei Computerschankanlagen ankommt – bzw. auf was es in Zukunft ankommen soll. Gschößer ist quasi das Bindeglied zum MCI, mit dem derzeit ein – vom Land Tirol gefördertes – Kooperationsprojekt läuft. Ausgangspunkt ist ein neuartiger, von Günther Gruber entwickelter Zapfhahn für Bier und Post-Mixgetränke (Sirup vermischt mit Sodawasser), das MCI liefert das Know-how zu Strömungsmechanik und Fluidsystemen, für die 3D-gedruckten Prototypen baut Gschößer die Testreihen auf. Ziel ist es, den Kohlensäureverlust beim Einschenken in das Glas so gering wie möglich zu halten, das Mischverhältnis und die Geschwindigkeit elektronisch steuerbar und kontrollierbar zu machen, kurz ein „intelligenter Zapfhahn“, wie Gruber seine Entwicklung nennt. Ein smarter Zapfhahn, der erkennt, ob er mit druckvoller Geschwindigkeit einen Masskrug oder mit sanftem Tempo eine Pfiffflöte zu füllen hat.

Jedenfalls verspricht Gruber etwas Revolutionäres für den Bereich der Computerschankanlagen, ein Markt, in dem Österreich weltweiter Technologieführer und Gruber zu den absoluten Marktgrößen zählt. Top-Adressen wie das Münchner Hofbräuhaus oder das Schweizerhaus in Wien werden von ihm ebenso beliefert wie das Oktoberfest. Schon letztes Jahr war man beim dortigen Zapfen schneller und bedienungsfreundlicher als die Konkurrenz, mit der nächsten Innovation aus Brixlegg könnte es dann bei der nächsten Oktoberfesteröffnung gar heißen: „Smart o‘zapft is.“

Dieser Beitrag ist erstmals im „Standort Tirol“, den Nachrichten aus dem Innovations- und Technologieland Tirol, Ausgabe Nr. 27, 01/2016, erschienen. Die gesamte Ausgabe lesen Sie hier.

Gruber Schanksysteme


Aktueller Hinweis:

Das Land Tirol fördert bis zu zweijährige Innovationsprojekte, die HTL- oder BHS-AbsolventInnen
mit max. drei Jahren, Uni- oder FH-AbsolventInnen mit max. zwei Jahren Berufserfahrung bearbeiten. Ausschreibung finden regelmäßig statt, die letzte vom 1. März 2017 bis 30. April 2017. Kostenlose Beratung & Antragsbegleitung bietet die Standortagentur Tirol.

 

 

 

 

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