Foto: Architekt Raimund Rainer ZT GmbH/Foto Simon Rainer

Wohnraum

Auch bei öffentlichen Bauten, allen voran Kindergärten und Schulen, setzt Tirol mit einem Anteil von 38% gleichzeitig auf Energieeffizienz und den Naturstoff Holz. Wie hier bei der Erweiterung der Kinderbetreuung in der Grundschule Mutters in 2014.

Energie sparen und wohlfühlen

Ob Holzbau mit weißem Putz, moderne Doppelhaushälfte aus Beton und Glas oder schmucke Wohnung im Mehrfamilienhaus: Tirol hat die höchste Wohnbaurate in ganz Österreich und die effizientesten Häuser. Zudem baut man gern mit Holz.

Derzeit stehen rund 297.500 Hauptsitzwohnungen in Tirol – die meisten davon in richtig festen Händen. Denn während in Deutschland nur 43% der befragten Personen ihr Zuhause „Eigentum“ nennen können, haben sich 58% der Tiroler den Wunsch von einer eigenen Wohnung oder gar einem eigenen Haus erfüllt.

Und dabei sparen Tiroler Energie. Denn jeder Tiroler Neubau in Tirol wird mindestens als Niedrigenergiehaus durchgeführt. Im geförderten Neubaubereich beträgt der jährliche durchschnittliche Heizwärmebedarf nur mehr rund 21 kWh/m². Beispiele für energieeffiziente Häuser gibt es deshalb genügend. Bereits 2008 hatte die Neue Heimat Tirol, eine der führenden Bauträgergesellschaften und Hausverwaltungen in Westösterreich, mit insgesamt 189 Mietwohnungen im sogenannten Lodenareal eines der größten Passivhausprojekte Europas auf dem Gebiet einer ehemaligen Lodenfabrik realisiert und ist dafür mit dem Energy Globe 2008 ausgezeichnet worden. Das Lodenareal wurde direkt im Anschluss mit dem Bau des olympischen Dorfs für die Olympischen Jugend-Winterspiele 2012, genannt O-Dorf 3, noch übertroffen. Während der Spiele wohnten rund 1.600 Athleten und Betreuer aus 70 Nationen in den insgesamt 13 Baukörpern. Im Anschluss brachte die Neue Heimat Tirol damit 313 Mietwohnungen, 62 Mietwohnungen mit Kaufoption sowie 69 Eigentumswohnungen auf den Markt – Immobilien, die durch ihre Energieeffizienz bares Geld sparen.

Und dadurch auch die Umwelt schützen und Ressourcen schonen. Besonders nachhaltig gelingt das in Kombination mit dem als Baustoff immer beliebterem Holz. Weil Holzbauten nur einen halb so großen CO2-Footprint wie Beton- oder Ziegelbauten haben, in Kombination mit Beton längst vielgeschoßig machbar sind, die Tiroler Forst- und Holzwirtschaft mit 33.000 Tiroler Beschäftigten die Etablierung einer ganzen Clique von Holzbauunternehmen im sogenannten htt15 Holzbau Team Tirol gefördert hat und ein eigener Holzbaulehrstuhl an der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit den Betrieben u.a. innovative Gebäudehüllen und intelligente Tragsysteme entwickelt, hat sich Tirol hier viel Vorsprung gegenüber dem Rest der Welt erarbeitet.

Ein Vorsprung, der dafür sorgt, dass in Tirol 23% der gewerblichen Bauten, 29% des privaten Wohnbaus und Um- und Zubauten von Privaten sogar zu 60% in Holz ausgeführt werden. Und Bewohnern von Wohnträumen aus Holz die Sicherheit gibt, von einem Naturprodukt umgeben zu sein,  das – ohne störende Luftströmungen dank fehlender Wärmeüberhänge -  für bestes Wohnklima sorgt.

Dass Tiroler Häuser immer wieder Träger verschiedenster Preise sind, versteht sich damit von selbst. So ist das Haus Larcher der Innsbrucker Architekten riccione mit Mario Ramoni mit dem österreichischen Architekturpreis „Das beste Haus 2013“ ausgezeichnet worden. Oder holte das Atelier- und Wohngebäude Frick des Architekten Frick in Umhausen eben diesen Preis. Revolutionen im Holzbau holte auch der heuer bereits zum fünften Mal vergebene Tiroler Holzbaupreis 2015 auf die Bühne. Eine davon ist das von team k2 geplante Einfamilienhaus Glatzl/Krismer in Natters von Schafferer Hausbau, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht.

Während sich landesweit Gebäude aus verschiedensten Baustoffen en vogue präsentieren, setzt man in Alpbach, dem „Dorf der Denker“ ganz auf einen einheitlichen und einzigartigen Baustil, bei dem die im Sommer prächtig mit Blumen geschmücktem Häuser in einem über die Jahrhunderte traditionell überlieferten Holzbaustil errichtet sind. Ob modern oder traditionell – die Tiroler Wohnträume sind, vor allem im Neubau, sehr vielfältig. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Durch Klimatechnologien sind sie zukunftsorientiert – der Umwelt und dem Wohlbefinden zu Liebe.

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