Foto: Standortagentur Tirol

Gesundheit

Topforschung, Spitzenmedizin, Bewegungsfreude, motivierende Natur und eine moderne Versorgungsstruktur sind effektive wie effiziente Zutaten des Tiroler Gesundheitsmanagements.

Gesund in besten Händen

Tiroler sind die gesündesten Österreicher. Und laut Markus Hengstschläger, renommiertem Genetiker an der Medizinischen Universität Wien, liegt das nicht an ihren Genen. Sondern ist verhaltens- und umweltbedingt.

Ein Vergleich von 88 Gesundheits-Indikatoren aus nationalen und internationalen Studien belegt das. Da verfügt die Tiroler Bevölkerung im Vergleich zum Österreichschnitt über eine höhere Gesundheitskompetenz, raucht deutlich weniger, ernährt sich gesünder und bewegt sich mehr. Das hebt auch die Lebenserwartung der Tiroler über den Schnitt (aktuell 80,4 Jahre für im Jahr 2014 geborene Knaben bzw. 84,5 Jahre für 2014 geborene Mädchen), es gibt unter den über 64-Jährigen eine geringere Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine geringere Mortalität bei Krebs ebenso wie aufgrund von Diabetes mellitus. Weniger Herzinfarkte, weniger Personen mit Bluthochdruck sowie weniger SchülerInnen mit Magenschmerzen, Gereiztheit und Nervosität runden das Gesamtbild vom "gesunden Westösterreicher" ab.

Der guten Tiroler Ernährung - im Vergleich konsumieren Tiroler laut Tiroler Gesundheitsbericht mehr Obst und Gemüse als das restliche Österreich - geht Bernhard Perktold, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachhochschulstudiengang Diaetologie der fh gesundheit in Innsbruck, gerade genauer auf den Grund und erhebt die Gewohnheiten von 500 Teilnehmern aus den Bezirken Innsbruck Stadt und Innsbruck Land. Auf die detaillierten Ergebnisse – und Tipps daraus - darf man gespannt sein. Das Mehr an Bewegung, das die Tiroler leisten, dürfte wohl an ihrer engen Beziehung zum umgebenden „Sportplatz“ Natur liegen. Und diese Sportlichkeit der Grund dafür, dass Tiroler beim Thema Gesundheit überhaupt sehr bewusst agieren. Denn sie nutzen auch Vorsorge-Untersuchungen häufiger als ihre österreichischen Landsleute. Schließlich wissen sie, dass die Gesundheitsversorgung im eigenen Land durch Top-Mediziner, Institute der Spitzenmedizin und ein dichtes Netz an öffentlichen und privaten Spitälern zu den weltbesten gehört. Und ihre Gesundheit damit in besten Händen liegt.

Ein Blick auf die Infrastruktur zeigt: es sind landesweit zehn Fonds-Krankenanstalten mit 38 Universitätskliniken in Innsbruck, die die stationäre Versorgung in Tirol abdecken und die ambulante Versorgung zusätzlich in eigenen Spitalsambulanzen unterstützen. Drei privat geführte Rehabilitationszentren und ein privat geführtes Therapiezentrum sind in den Bereichen Neurologie, Kardiologie und Pulmologie, zur Behandlung von verschiedenen Ödem-Arten, für Kinder und Jugendliche nach Organtransplantationen sowie für Heilbehandlungen von Schädigungen des Bewegungs- oder Stützapparates nach Arbeits- und sonstigen Unfällen aktiv. An niedergelassenen Ärzte praktizieren in Tirol über 1.600. Und wenn anstelle von Vorsorge oder Therapie schnelle Hilfe gefragt ist, kümmern sich neben rund 220 aktiven Notärzten an 13 Notarzt-Stützpunkten und 9 peripheren Notarztbereichen im Rettungsdienst auch 350 Notfallsanitäter und 2.400 ausgebildete Rettungssanitäter - zum Beispiel über das Rote Kreuz Tirol - um Patienten aus dem In- und Ausland.  

Versorgt wird in Tirol dabei nicht nur fachgerecht, sondern auch mit modernster Ausstattung. Im Jahr 2011 waren dazu insgesamt 25 Computertomographiegeräte (CT), 18 Magnetresonanz-Tomographiegeräte (MR), drei Herzkatheterarbeitsplätze (COR), vier Strahlen- bzw. Hochvolttherapiegeräte (STR), acht Emissions-Computer-Tomographiegeräte (ECT) und ein Positronen-Emissions-Tomographiegerät (PET) im Einsatz. Neben solch technisch hochwertigen Geräten sorgt in Tirol auch das Smartphone für noch bessere Gesundheit. So hilft die App „HerzMobil Tirol“ beim Monitoring von Herzinsuffizienz und informiert die „Schlaganfall Tirol App“ über die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen an einem Unfallort.

Spitzenforschung, Spitzenmediziner, modernste Infrastruktur, sportliche, gesundheitsbewusste Menschen und die umgebende Natur – sie alle setzen wie Puzzleteile das erfolgreiche Tiroler Gesundheitsmanagement zusammen. Und weil innovative Forschungsprojekte wie VASCage, bei dem Wissenschaftler neue Diagnostik und Therapien für gesundes Altern entwickeln, ebenfalls von Tirol aus agieren, dürften Tiroler auch sehr lange von den Vorteilen profitieren, die das Leben an einem Medizinstandort wie Tirol mit sich bringt: Bessere Gesundheit, erhöhte Lebensqualität und damit mehr Glück und Zufriedenheit.

 

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Hier helfen Smartphone & Co, die richtige erste Hilfe bei Schlaganfall zu leisten oder die eigenen Biowerte zu monitoren:

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