Foto: Standortagentur Tirol

Geschichte

Seine Menschen machen ein Land zu dem, was es ist.

Von den Römern bis zum Hofer

Tirol ist ein aufregendes Land mit Schlössern, Bergwerken, atemberaubender Natur und ausgeprägter Industrie. Seine Geschichte hat das Land zu einem vielseitigen Lebensraum gemacht. Doch was wäre die Geschichte ohne ihre Akteure?

Die Geschichte des „Landes im Gebirge“ ist auch die Geschichte von Römern, von Habsburgern, von Sigmund dem Münzreichen, von Kaiser Maximilian I. und vom Freiheitskämpfer Andreas Hofer.

Drusus und Tiberius – so hießen die beiden römischen Feldherren, die 15/14 v. Chr. von Süden her in die Alpenländer vordrangen und diese eroberten. Ihr Ziel: Straßen, Militärlager und Städte bauen. So legten sie die Wiege für einen der noch heute wichtigsten Handelswege: von der oberen Adria über Trient, Bozen, Meran, den Reschenpass, Landeck, Imst und den Fernpass bis in das Alpenvorland nach Augsburg.

Erzherzog Sigmund, der Münzreiche – wie sein Name verrät, lebte er sehr verschwenderisch. Die Münzprägestätte ließ er von Meran im heutigen Südtirol nach Hall verlegen, das nah am Silberbergwerk Schwaz liegt. Seither erinnert die Alte Münze in Hall an ihn. Er baute Burgen sowie die Innsbrucker Hofburg und hatte zudem zahlreiche uneheliche Kinder. Unter seiner Herrschaft wurde das damals reiche Land arm, trotzdem bewegten ihn die Landstände 1490 zu seinem Rücktritt.

Kaiser Maximilian I. – er übernahm fortan die Regierung – eine Blütezeit für das Land. Schließlich war Tirol sein Lieblingsland. Hier konnte er Jagen, Fischen und Klettern. Der Habsburger lebte in der Übergangszeit zwischen Mittelalter und Renaissance. Seine Person spiegelte beide Zeiten wider: einerseits gilt er als letzter Ritter und andererseits als erster Herrscher. Innsbruck machte er zu seinem Regierungszentrum. Um in der Zukunft auch noch nach seinem Tod in Erinnerung zu bleiben, ließ er unter anderem das Goldene Dachl bauen, das zu einem Wahrzeichen Innsbrucks geworden ist.

Andreas Hofer – er gilt als Nationalheld Tirols. Schließlich setzte er sich für die Freiheit des Landes bis zu seinem Tode ein. Während der napoleonischen Kriege wurde Tirol vom Königreich Bayern besetzt, das mit dem französischen Kaiser verbündet war. Dies brachte viele Einschränkungen für die Tiroler mit sich: Steuern wurden erhöht, die Männer zur Wehrpflicht gezwungen und Brauchtum unterbunden. Der Gastwirt und Hauptmann einer Passeirer Landsturmkompanie führte 1809 Aufstände in verschiedenen Teilen des Landes an. Diese spitzten sich zu den vier Schlachten am südlich von Innsbruck gelegenen Bergisel zu. In der vierten Schlacht floh Andreas Hofer in das Passeiertal und fand Unterschlupf auf der Pfandleralm in Südtirol. Leider wurde er verraten, so dass ihn seine Gegner am 20. Februar 1810 in Mantua erschossen. Beim Wiener Kongress 1814/1815 wurde Tirol dann wieder Österreich zugeteilt. Bis heute handelt die Tiroler Landeshymne von der Geschichte Andreas Hofers und erinnert an den einstigen Freiheitskämpfer.
 

Wussten Sie schon...

... wer die Tiroler Landshymne geschrieben hat?

Sie handelt zwar vom Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer, den Text für insgesamt 6 Strophen hat jedoch der Leipziger Dichter Julius Mosen verfasst.

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Hier führen Burgen und Schlösser mit bewegter Geschichte in die Tiroler Vergangenheit:

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