Foto: Österreich Werbung/Peter Burgstaller

Fakten

Über Tirol sollten Sie wissen, wie es sich anfühlt, dort zu sein. Wie hier bei einer Wanderung im Zillertal.

Tirol hautnah

Fakten sind trocken? Nicht, wenn man sie sehen, fühlen, riechen, schmecken oder hören kann. Wir bringen wertvolle Infos und spannende Zahlen anhand von fünf Sinnen hautnah durch Ihren PC.

Los geht’s mit dem Fühlen über die Haut. Haben Sie schon mal mit den Händen in einen Gebirgsbach gegriffen und das kalte und klare Wasser erfrischend zwischen Ihren Fingern und im Gesicht gespürt? Oder bei Ankunft in steinigen Höhen in einem kalten Bergsee gebadet? Dort, wo 1,5 Milliarden Kubikmeter Wasser aus rund 10.000 Quellen direkt in Trinkwasserqualität aus dem Gestein sprudeln? Das Wasser bietet den Tirolern aber auch reichlich Energie. Denn wenn Wasser aus großen Speicherseen wie dem Schlegeisspeicher im Zillertal oder jenem im Kühtai nahe Innsbruck Fahrt in tiefergelegene Speicherseen aufnimmt, wird Spitzenstrom quasi auf Knopfdruck produziert. Insgesamt werden in über 1.000 Tiroler Wasserkraftanlagen jährlich über 7.000 Gigawattstunden Strom erzeugt.

Die Berge mit ihren Gipfeln – sie sind tägliches Fest für die Augen. Mit ihren Wäldern und Gewässern sind sie auch der Grund, weshalb die Tiroler auf nur 13 % der 12.640 km2 großen Landesfläche wohnen können. 728.826 Einwohner (2014) haben sich in 279 Gemeinden in neun Bezirken niedergelassen. Tirol ist das am drittdichtesten besiedelste Bundesland Österreichs. Man trifft also weit mehr als nur Bekannte. Erst recht bei einem Trip durch die Landeshauptstadt Innsbruck mit ihren internationalen Studierenden. Etwa jeder Vierte, der in Innsbruck lebt, studiert an einer der 8 Universitäten. Mehr als ein Drittel der 40.000 Studierenden stammt aus dem Ausland.

Bei aller Internationalität und Interkulturalität ist Tirol gleichzeitig fest in seinen Wurzeln verankert. Die Herstellung feiner Milchprodukte hat eine lange Tradition und nach wie vor werden jährlich 16.770 Tonnen Käse in Tirol produziert. Dem Gaumen schmeicheln Käse, Butter, Quark & Co am meisten, wenn sie aus jenen 40 Millionen Litern Milch gemacht sind, die alljährlich auf den insgesamt 2.102 Tiroler Almen produziert werden. Milch von Almwiesen schmeckt aber nicht nur besonders gut, sie ist auch gesünder. Denn die Futterzusammensetzung und Höhenlage bewirken ganz nebenbei noch einen höheren Gehalt an Fett, Eiweiß oder den Vitaminen A und D. Und so natürlich wie Tirol schmeckt, riecht es auch - nach Bergkräutern, nach Heu und nach Zirbenholz. Der älteste Baum Tirols ist eine über 700 Jahre alte Zirbe. Neben alten Zirben gibt es viele junge Bäume, denn die Tiroler Holzwirtschaft setzt auf Nachhaltigkeit: während nur 4,2 Erntefestmeter pro Hektar abgeholzt werden, wachsen 6,5 Vorratsfestmeter pro Hektar nach. Die Wälder bleiben erhalten und die Menschen profitieren vom Holzbau, der das CO2 in der Luft bindet – eine Win-Win-Situation.

Nun ist noch offen: Wie hört sich Tirol an? So vielfältig wie das Land selbst. Kuhschellen bimmeln, Grillen zirpen in lauen Sommernächsten, Schnee knarrt und knistert unter den Füßen und Kirchenglocken läuten. Und auch der Verkehr summt da und dort. Denn schließlich transportieren Tiroler Unternehmen Waren im Wert von fast 11 Milliarden Euro jährlich ins Ausland.

Zum Hörerlebnis der Tiroler gehören schließlich auch die Märsche von rund 300 Blasmusikkapellen im Land, klangvoller Hörgenuss am Tiroler Landestheater oder moderne und hippe Klänge, wie der Tiroler Mundart-Rap der Band Rap Tyrolizm und Jazzmusik zum Beispiel von Trompeter Franz Hackl. Tirol klingt heimatverbunden und international – vielseitig eben.

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Sie wollen auf eine der Tiroler Almen, von denen jährlich 40 Millionen Liter Qualitätsmilch kommen? Hier ist Ihr Reiseführer:

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